WissenSchaft kein Klimaschutz – Was macht Oberbürgermeister Köhler?

Offene BürgerInnen-Diskussionsrunde im Apex

Themengebiet:
Klimawandel
  • Parick Barrón Sesma, Rolf-Georg Köhler und Doreen Fragel
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Göttingen, 10.02.2015 – Die Göttinger Umwelt- und Naturschutzverbände diskutieren am heutigen Abend zusammen mit den BürgerInnen und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) über die Umsetzung der Klima-und Naturschutzpolitik der Stadt Göttingen. Ziel der offenen Diskussionsrunde im Apex ist es 100 Tage nach Amtseintritt von Herr Köhler gemeinsam zu evaluieren, welche Ziele und konkreten Projekte die Stadt Göttingen beim Thema Klima- und Naturschutz realisieren kann.
„Der Klimaschutz steht auf der Kippe, die Politik in Berlin treibt das Thema nicht voran, deshalb müssen wir die Themen vor Ort angehen“, sagt Patrick Barrón Sesma von Greenpeace Göttingen. „Für viele große Projekte fehlt es der Stadt an Geld, deshalb sollte sie auf das Wissen, die Ideen und Anregungen der Bürger zurückgreifen, vieles was schnell und einfach umgesetzt werden kann, kostet nicht viel.“

Von 19:30 Uhr an können interessierte GöttingerInnen circa zwei Stunden mit Herr Köhler und den Verbänden über die Themen Verkehr, Infrastruktur, Energiewende, Naturschutz und Klimaschutz in Göttingen diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Doreen Fragel von der Energieagentur Göttingen. Mit der Veranstaltung bieten die Natur- und Umweltschutzverbände den BürgerInnen in Göttingen eine Plattform zur Meinungsäußerung und dem Austausch mit Experten. Die Veranstaltung resultiert aus der Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeisterwahl im Sommer. Alle Kandidaten willigten letztes Jahr dabei ein; der Gewinner der Wahl trifft sich 100 Tage nach Amtseintritt erneut mit den Verbänden und BürgerInnen. Langfristiges Ziel ist es diese Form des BürgerInnen-Dialogs auf Augenhöhe mehrmals im Jahr zu veranstalten. Die GöttingerInnen sollen die Möglichkeit haben, die Klima- und Naturschutzpolitik der Stadt aktiv mitzugestalten.

Klimaneutral ist das Ziel

Am 14. Mai hat der Rat der Stadt Göttingen den „Masterplan 100% Klimaschutz Göttingen“ beschlossen. Ziel des Masterplans ist es als Stadt bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies kann nur erreicht werden, wenn langfristig der Energiebedarf um die Hälfte und die emittierten Treibhausgase auf Null reduziert werden.
„Die Stadt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Man sollte die Chance nutzen und wichtige Themen wie umweltfreundlichen Verkehr und Energieeinsparung anschieben.“ So Sesma.

Eine Hauptmaßnahme zur Umsetzung des Masterplans ist intensive Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung für das Thema Klimaschutz. Im Kontrast dazu wird das Thema Klimaschutz in der Neujahresansprache von Oberbürgermeister Köhler am sechsten Januar nicht erwähnt. Die Stadt Göttingen selbst wirbt mit dem Slogan „die Stadt, die Wissen schaft“. Wissen allein genügt beim Klimaschutz jedoch nicht. Konkrete Projekte müssen aus diesem Wissen heraus entstehen und umgesetzt werden, nur so kann die Stadt die selbstgesteckten Ziele erreichen.
„Beispiele für Projekte gibt es genug. In der Fragerunde können wir gerne darauf eingehen!! Im Rahmen unserer Greenpeace-Kampagne „Free Your Energy“ werden wir Ideen aufgreifen und darauf aufmerksam machen. Und manchmal muss man ungewöhnliche Wege gehen, wie andere Städte es uns vormachen.“ sagt Sesma.

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