Wir lassen uns nicht verkohlen!

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Göttingen 21.06.14 - Von 11 Uhr an informierten die Ehrenamtlichen von Greenpeace heute die Passanten auf dem Rathausplatz in Göttingen über die Braunkohleproblematik und machten auf die Menschenkette in der Lausitz am 23.08. aufmerksam. Am Stand konnte gab es eine Petition an die Brandenburger Landesregierung und jeder konnte mit einem symbolischen Kreuzmännchen auf einem ca. 4 m Banner unterzeichnen.

Braunkohle ist der schädlichste aller fossilen Energieträger. Für die gleiche Menge Strom entsteht bei ihrer Verbrennung mehr als doppelt soviel CO₂ wie in einem modernen Gaskraftwerk. Jahr für Jahr blasen Vattenfalls Lausitzer Kohlekraftwerke Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe etwa genauso viel klimaschädliches CO₂ in die Atmosphäre wie ganz Schweden - gut 53 Millionen Tonnen. Versauerte Seen, verockerte Flüsse, ganze Landstriche, die wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden dürfen - die katastrophalen Umweltschäden der Braunkohletagebaue sind in der Lausitz allgegenwärtig. Die Braunkohlepläne von Vattenfall und PGE würden die Natur der Region noch über viele Jahrzehnte schwer beschädigen. Während die kurzfristigen Gewinne von den Konzernen eingestrichen werden, hätte die Gesellschaft die langfristigen Folgekosten zu tragen.

Mit der Energiewende hat Deutschland den mittelfristigen Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie und den langfristigen Umstieg auf Erneuerbare Energien beschlossen. Wenn die Tagebaupläne in der Lausitz umgesetzt werden, wird bis weit über das Jahr 2050 hinaus Braunkohle verstromt werden. Starre Braunkohlekraftwerke aber sind zu unflexibel, um als Partner der Erneuerbaren Energien zu fungieren. Sie zerstören nicht nur das Klima, sie bremsen auch die Energiewende. Trotzdem werden auch in Deutschland weiterhin neue Tagebaue genehmigt, so hat der Anteil der Kohleverstrommung zuletzt wieder zugenommen. Braunkohle ist als Energieträger nicht erforderlich für eine erfolgreiche Energiewende, vielmehr bremst sie den Umbau eines dezentralen Systems aus erneuerbaren Energien aus. Greenpeace hat in einer Studie belegt das der Braunkohleausstieg bis 2030 möglich ist.

Werden die Pläne zum Aufschuss neuer Braunkohletagebaue in der Lausitz und in Polen umgesetzt würde Deutschland und Polen selbst die schwächsten Klimaziele der EU verfehlen und tausende Menschen würden ihre Heimat verlieren. Ein breites Bündnis aus Organisationen, darunter auch Greenpeace, will deshalb ein kraftvolles Signal an die Politik und an die Kohlekonzerne senden.

Dafür brauchen wir Dich. Komm am 23.08.2014 in die Lausitz und sei bei der Anti-Kohle-Menschenkette dabei! 

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