Kirche im Dorf lassen!

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Aktivist:innen von Greenpeace Göttingen demonstrierten am 13.3. an der Jacobi-, Johannis- und Albanikirche gegen die Zerstörung ganzer Dörfer für den Braunkohletagebau Garzweiler. Ähnlicher Protest fand in 46 Städten vor historischen Kirchen statt. Mit einem Fotobanner erinnerten die Klimaschützer:innen an den Abriss des "Immerather Doms" (offiziell: St. Lambertus Kirche), welcher bereits 2018 der Kohle zum Opfer gefallen ist. „Armin Laschet will Kirchen und Klima für Braunkohle zerstören“, steht auf einem weiteren Banner. Greenpeace fordert einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle, um die Klimakrise zu bekämpfen und die bedrohten Dörfer zu erhalten.

“Wenn ausgerechnet ein Christdemokrat wie Armin Laschet Kirchen für Kohle einreißen lässt, dann bringt das die rücksichtslose Klimapolitik der Union auf den Punkt”, sagt Jondalar Kuß von Greenpeace Göttingen “Will Laschet Vorsitzender einer zukunftsgewandten Partei sein, darf er nicht länger eine gestrige Energiepolitik betreiben, die Klima, Kirchen und Natur zerstört.”

Trotz beschlossenem Kohleausstieg plant CDU- und NRW-Chef Laschet, den Braunkohleabbau in NRW auszuweiten. Damit würden über 1500 Menschen ihre Heimat verlieren, Dörfer und Kirchen abgerissen. Im Rheinland wurden bereits mehr als 45.000 Menschen für Braunkohletagebaue umgesiedelt und über 100 Dörfer und Weiler samt jahrhundertealten Kirchen und Kulturdenkmälern zerstört.

Der Braunkohlekurs des CDU-Chefs stößt auch in der Kirche auf öffentliche Kritik. In einem im Februar veröffentlichten Appell von über 50 Organisationen fordern katholische und evangelische Kirchenverbände die Zerstörung von Heimat und Dörfern zu stoppen und mit der anstehenden Leitentscheidung die bedrohten Ortschaften zu erhalten - auch für den Klimaschutz. Wird der Kohleabbau wie von Laschet geplant ausgeweitet, kann Deutschland die Pariser Klimaschutzziele nicht einhalten. Aktuelle Gutachten belegen, dass es für die Energieversorgung in Deutschland keinen Grund gibt, Dörfer für Braunkohletagebaue zu opfern.

Publikationen

  • PDF icon DIW-Studie zum KohleaussteigPDF |598.83 KBDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung belegt: Wirksamer Klimaschutz ist möglich, sowohl die bedrohten Dörfer also auch der Hambacher Forst könnten erhalten werden.

Weiterführende Links

Kirchenorganisationen fordern ein Abrissmoratorium

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