Gentechnik im Tierfutter

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Aktivisten von Greenpeace haben am Samstag bei Lidl in Göttingen auf den Einsatz von Gen-Soja im Tierfutter aufmerksam gemacht.

Im Rahmen einer bundesweiten Aktion, sind wir in zwei lokale Lidl Filialen gegangen und haben dort die Geflügelprodukte und Eier mit "Achtung! Bald mit Gen-Futter!" gekenzeichnet. Im Anschluss haben daran haben wir die Passanten vor einer der Filialen über die Gefahren der Gentechnik aufgeklärt.

Im Februar hat der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft angekündigt, dass ein der ihnnen angehörenden Geflügelmäster, wie die PHW-Gruppe (Wiesenhof) und Rothkötter Unternehmensgruppe (Emser Frischgeflügel), aus der getechnikfreien Fütterung aussteigt. Der Bundesverband Deutsches Ei kündigte wenige Tage später an, dass einige Eiererzeuger den folgen werden. Dies obwohl gentechnikfreie Futtermittel im ausreichenden Maße auf dem Markt verfübar sind.

Greenpeace hat sich bei den Supermarkt-/ Discounterketten erkundigt, ob sie weiter garantieren, dass angebotene Eier und Geflügelprodukte künftig ohne Gentechnik im Futtermittel hergestellt werden. Lidl tätigte keine genaue Angabe, somit würden Eier und Geflügelfleisch, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden (z.B. Gensoja), am Ende auf unseren Tellern landen.

Bevölkerung gegen Genechnik

Eine aktuelle Umfrage (2014) des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu Folge lehnen 83 Prozent der Befragten Gentechnik in Lebensmitteln ab. Für den Verbraucher ist nicht erkennbar, ob das Huhn oder die Pute gentechnisch veränderte Futtermittel erhalten hat. Seit 2004 müssen zwar alle gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermittel gekennzeichnet werden, diese Kennzeichnungspflicht gilt jedoch nicht für Produkte von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter erhalten haben. Hier hilft nur das Siegel "Ohne Gentechnik". Dieses Siegel lehnt Lidl jedoch bisher ab.

 

 

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