Geheimnis des Bienensterbens

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Im Kino Lumiere in Göttingen folgten am vergangenen Donnerstag knapp fünzig interessierte Zuschauer unser Einladung zur Filmvorführung "Das Geheimnis des Bienensterbens". Der Film zeigt die unterschiedlichen Ursachen des weltweiten Bienensterbens auf, wie Pestizide, Monokulturen, Varromilben,...)

Mit der Vorführung des Films "Das Geheimnis des Bienensterbens" von Mark Daniels war es unser Ziel  die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf ein globales Sterben von Bienenkolonien zu lenken. In den letzten Jahren sterben mehr und mehr Bienen, weltweit berichten Imkerinnen und Imker von einem unerklärlichen Rückgang ihrer Bienpopulation seit den späten 1990er Jahren.

Neben dem Infomaterial am Stand, war Uwe Pathé, ein professioneller Bienenzüchter aus Spanbeck geladen, der zusammen mit dem Hobbyimker Patrik Gerstmann die Fragen der Göttinger zu Bienen und Honigproduktion beantwortete. Die Resonanz zur Filmvorführung viel durchweg positiv aus. An diesem Abend haben 50 Zuschauer den Film gesehen.

Das Sterben der Bienen hat verschiedene Gründe: Schwindene Lebensräume, Klimawandel, Parasiten und Krankheiten. Eine besondere Gefahr die vom Menschen ausgeht sind jedoch chemische Pestizide. Insbesondere Chemikalien aus der Gruppe Neonicotinoide sind wahre Bienenkiller. Sie schädigen das zentrale Nervensystem der Tiere. Neonicotinoide können zu chronischen Vergiftung führen mit oft tödlichen Folgen für einzelne Individuen oder gar ganzer Bienenvölker.

Wir brauchen die Bienen, allein in Europa hängen mehr als 4.000 Gemüsesorten von dem Bestäuberinsekt Biene ab. Feldversuche in China zeigen das bei einer Bestäubung von Hand die Lebensmittelpreise, insbesondere bei vitaminreichen Früchten, Nüssen und Gemüse in ungeahnte Höhen schnellen würden und viele alltägliche Nahrungsmittel Luxusgütter würden.

Es braucht dringend Lösungen. Eine Wichtiger Punkt sind Gesetze, die den Einsatz der bienengefährlichsten chemischen Pestizide vollständig und dauerhaft verbieten. Außerdem müssen Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erfolgen. Nicht zuletzt müssen noch intakte Ökosysteme geschützt werden. Das Pflanzen von Hecken und Wildblumenflächen sowie miteinander verbundene Lebensräume helfen ebenfalls.

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