Fukushima ist weiterhin überall

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Erinnern Sie sich, was Sie genau am 11. März 2011 getan haben? Die Bewohner Japans wissen es genau und werden diesen Tag wohl als einen ihrer schlimmsten in Erinnerung behalten. Ein Erdbeben der Stärke 9,0, ein Tsunami und dadurch ausgelöst ein Unfall im Atomkraftwerk (AKW) Fukushima Daiichi suchten das Land heim. Durch die Tsunami-Welle fiel die Kühlung der Atomreaktoren im AKW Fukushima Daiichi aus. In der Folge kam es in den Reaktorblöcken 1, 2 und 3 zur Kernschmelze. Die Reaktoren explodierten und die dabei ausgetretene Radioaktivität zwang insgesamt ca. 160.000 Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Viele können bis heute nicht nach Hause zurückkehren, da ihr Grund und Boden weiterhin radioaktiv kontaminiert ist.

Aktivistinnen von Greenpeace Göttingen erinnerten heute, im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages von Greenpeace, an die Katastrophe. An unserem Infostand auf dem Kornmarkt konnten sich die Göttinger Bürgerinnen und Bürger über die Atomkatastrophe informieren, eine Protestpostkarte unterschreiben und ihr Glück beim „Atom"-Dosenwerfen probieren. Aufgrund des sehr regen Zulauf, sammelten wir innerhalb von ca. 90 Minuten 100 Protestpostkarten. Mit der Karte fordern die Unterzeichner den Japanischen Botschafter in Berlin u. a. dazu auf, sich für eine Energiewende in seiner Heimat einzusetzen. Das übrige Informationsmaterial war kurze Zeit später ebenfalls vollständig verteilt. 

Insgesamt hat die Aktion gezeigt, dass das Thema Atomkraft im allgemeinen und die Katastrophe von Fukushima im speziellen weiterhin bei den Göttingern präsent ist. Viele positive und konstruktive Rückmeldungen bzw. Gespräche bestätigen uns, dass es wichtig ist, den 11. März 2011 und seine Folgen nicht zu vergessen!

 

Weitere Informationen in der Sache finden Sie unter: https://www.greenpeace.de/energiewende-japan

 

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