Artenschutz braucht Vielfalt

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Am Sonntag waren wir beim alljährlich stattfindenen Ökomarkt am Cafe Beversbach in Bevern mit einem Aktionsstand vor Ort. Auf dem Markt bieten regionale Erzeuger ihre Produkte aus ökologischen Erzeugnissen den Besuchern an und informieren dabei über den Unterschied einer ökologischen Landwirtschaft zum konvetionellen Anbau.

An unserem Stand haben wir die Besucher darüber informiert wie die grüne Gentechnik langsam in den Supermarktregalen Einzug findet. Trotz breiter Ablehnung in der Bevölkerung wird bereits heute Milch und andere Tierprodukte angeboten, bei dem die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert werden und erste Feldversuche finden sich in den großen Landwirschaftsgebieten der Bundesrepuplik. Mit gvo-freien Mais-Pflanzen und einem Saison-Lebensmittel-Quiz haben vor allem die Jüngsten mit Freunde und Interesse mehr über den Anbau von Obst und Gemüse erfahren.

Unsere heutige industrielle Landwirtschaft verursacht ein Drittel aller weltweit außgestoßenen Treibhausgase  und führt zu Wasserknappheit, übersäute Böden und riesige, artenarme Monokulturen. In Entwicklungsländern werden häufig wertvolle Ökosysteme zerstört, um Ackerfläche zu schaffen. Die Landwirte sind sowohl Täter als auch Opfer dieser Entwicklung: Wetterextreme führen zu Ernteschäden und Totalausfällen. Überschwemmungen machen die Flächen unbrauchbar. Gleichzeitig setzt die Landwirte immer stärker auf höhere Erträge, mit hohem Pestizideinsatz. Laut der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich über 200.00 Menschen an Pestiziden. Mit diesem Wissen muss endlich ein radikaler Wandel zu mehr Fruchtfolge stattfinden und der Konflikt Teller oder Tank gelöst werden.

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