YoU-TURN the streets

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Am 15. September hat Greenpeace Göttingen einen Teil der Groner Straße bunt gestaltet. Mit Rollrasen, Grill und Infomaterial haben wir eine neue Version der Stadtmobilität aufgezeigt, und dass sich die verkehrspolitischen und städtebaulichen Rahmenbedingungen grundsätzlich ändern müssen. Außerdem samelten wir Hust-Geräusche, um während der kommenden Koalitionsverhandlungen ein akkustisches Signal für die Verkehrswende zu setzten. Und den Rollrasen haben wir danach natürlich nicht weggeschmissen, sondern in einen Garten wortwörtlich verpflanzt.

Mobilitätswende jetzt - YoU-TURN the streets!

Die Mobilitätswende vor Ort muss selber in die Hand genommen werden. Wir demonstrieren für eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums in Städten. Städteplanung muss sich neu ausrichten, weg vom Ideal der autofreundlichen Stadt, hin zu einer höheren Lebensqualität in unseren Städten. Dabei geht es nicht nur um die Konkurrenz von Fahrradwegen und Autostraßen – sondern es geht auch um Wohnraum, Erholungsraum, weniger Lärm, weniger Abgase und mehr Platz für Elektromobilität (Bus, Bahn, E-Bikes, E-Autos, Fahrradfahrer, Fußgänger).

Wir fordern auf lokaler Ebene neben Autos deutlich mehr Platz für Radfahrer, Fußgänger, spielende Kinder etc. Den Menschen müssen nachhaltige Alternativen wie geteilte E-Autos, ein leistungsfähiger ÖPNV und ein gut ausgebautes Netz an Radwegen angeboten werden.

Wir husten der Regierung was

Wir fordern die Bürger und Bürgerinnen auf, der Bundesregierung was zu husten. Die Redewendung „jemanden etwas husten“ bedeutet u.a. „jemanden zurechtweisen oder jemandem die unbequeme Meinung sagen“ – in diesem Fall kommt diese unbequeme Meinung von uns an die Regierung für ihre umwelt- und gesundheitsschädliche Verkehrspolitik. Gleichzeitig symbolisiert das Husten die Gesundheitsfolgen von Abgasen durch Verbrennungsmotoren (NOx, Feinstaub etc.). Ziel ist es, aus ganz Deutschland Hustgeräuche off- und online zu sammeln.

Die Idee besteht darin, in Berlin während der Koalitionsverhandlungen für die neue Legislaturperiode eine akustische Zustandsbeschreibung der deutschen Verkehrspolitik abzuspielen. Aus Lautsprechern schallen die Hustgeräusche von tausenden Bürgern, die nicht mehr hinnehmen wollen, dass ihre Lungen und Atemwege ruiniert werden. Ein Chor tausender Bürger, sich um Ihre und die Gesundheit Ihrer Kinder sorgen und die die künftige Bundesregierung mit ihrem Husten auffordern, endlich für saubere Luft in den Städten zu sorgen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, in Deutschland saubere, klimafreundliche Formen des Verkehrs auszubauen. Dieselautos und Benziner haben in Innenstädten nichts mehr verloren. Die nötige Verkehrswende muss beschleunigt und die deutsche Autoindustrie fit für die Zukunft gemacht werden, indem die Bundesregierung beschließt, dass in Deutschland ab 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr gebaut und zugelassen werden.

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