Wellemachen gegen Mikroplastik

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Am vergangenen Samstag waren wir in der Fußgängerzone am Rathaus mit einem Stand zum Thema Mikroplastik in Kosmetikprodukten. Vorab hergestellte plastikfreie Naturkosmetik konnte ausprobiert werden und dann mit Rezepten zu Hause nachgemacht werden. Trotz drückenden Wetters haben viele Leute den Weg zu unserem Stand gefunden. Noch vor dem geplanten Abbau sind uns dadurch vorzeitig die Materialien ausgegangen. Ein sehr schönes Ergebnis. Viele der BesucherInnen waren über die Menge an Mikroplastik in Kosmetikartikeln überrascht und es gab nette Gespräche über alternative Kosmetikrezepte. 

Mikroplastik klingt modern und fast alle Menschen haben täglich mit diesem Material zu tun. Es handelt sich hierbei um sehr kleine Plastik-Teilchen die oft in unseren alltäglichen Kosmetikprodukten verwendet werden. Ob als kleine Plastik-Kügelchen im Peeling oder im Duschgel oder als Füll- und Bindemittel in Bodylotions und Gesichtscremes, Mikroplastik wird vielen Produkten beigemengt. Ist das Pflegeprodukt einmal benutzt worden, landet es mit samt dem Mikroplastik in unserem Abwasser. Meistens kann das Mikroplastik in der Kläranlage nicht aus dem Wasser gefiltert werden und gelangt in Flüsse und Meere. Die dort lebenden Kleinstlebewesen fressen die Mikroplastikteilchen und werden wiederum von größeren Lebewesen wie Fischen gefressen. Am Ende der Nahrungskette stehen dann wir Menschen, wenn der Fisch auf unserem Teller landet. Mikroplastik saugt wie ein Schwamm viele Giftstoffe aus dem Wasser auf und kann eine vielfach höhere Schadstoffkonzentration als Meerwasser erreichen. Im Fischfilet wird man also kaum Mikroplastik finden, die Schadstoffe wurden jedoch vom Fisch aufgenommen.

„Wir möchten die Menschen auf die Gefahren für Mensch und Natur die von Mikroplastik ausgehen aufmerksam machen“ sagt Nora Kern von Greenpeace Göttingen. Viele Produkte die wir täglich benutzen enthalten Mikroplastik und die Produkte mit Mikroplastik sind beim Einkaufen nur schwer von Mikroplastik freien Produkten zu unterscheiden, da sie nicht gekennzeichnet werden müssen. Die Greenpeace-Gruppe Göttingen will deswegen zum Thema Mikroplastik informieren und auch Alternativen aufzeigen.

 

Eine gute Gelegenheit mehr zum Thema zu erfahren bietet sich am 02. Juli dann werden wir erneut in der Göttinger Innenstadt sein.

Wenn ihr Informationen zu Mikroplastik sucht findet ihr hier einen schönen Blog-Beitrag von Greenpeace Meeres Kampaignerin Lisa Maria Otte: http://blog.greenpeace.de/artikel/kosmetik-ohne-plastik

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