Tierleid oder Verantwortung?

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Am 20. Mai standen wir zum zweitem Mal in diesem Monat vor einer Lidl-Filliale, um über die unwürdigen Bedingungen in der Tierhaltung trotz "Tierwohl"-Versprechen zu informieren.

Wir fordern weiterhin von Lidl verbesserte Haltungsbedingungen und mehr Transparenz!

Zusammen mit Lidl-Kund*innen haben wir bereits am 08. April direkt bei Lidl nachgefragt, wie die Tiere gehalten werden, deren Fleisch verkauft wird. Es gab keine zufriedenstellende Antwort. Lidl lässt die Tiere weiterhin für Billigfleisch leiden. Daher standen wir auch am 20. Mai wieder vor der Lidl-Filliale, um über die unwürdigen Bedingungen in der Tierhaltung trotz "Tierwohl"-Versprechen zu informieren.

Der Großteil des bei Lidl verkauften Schweinefleischs stammt immer noch aus qualvoller Tierhaltung. Das Abschneiden des Ringelschwanzes, Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten wie zum Beispiel Gelenkentzündungen, Gen-Futter und Antibiotika gehören auch für Tiere aus Betrieben, die Lidl beliefern, zum traurigen Alltag.

Die Produktion von Fleisch ist zudem mitverantwortlich für die größten Umweltprobleme unserer Zeit. Das Ausmaß und die Dichte der Tierhaltung verschärfen den Klimawandel, den Verlust von Wäldern sowie die Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern.

Gemeinsam mit zahlreichen Kund*innen fordern wir von Lidl:

  • Die Kennzeichnung der Tierhaltung und Herkunft auf allen Fleischprodukten
  • Den Verkauf von Fleisch aus tiergerechterer und umweltschonender Produktion anstatt aus miserabler Massentierhaltung
  • Einen Aktionsplan für eine bessere Produktion des gesamten Eigenmarken-Sortiments an Frischfleisch – angefangen mit Schweinefleisch

Verbraucher*innen wünschen sich eine nachhaltige und artgerechte Tierhaltung. Sie wollen wissen, wie die Tiere gehalten werden, deren Fleisch sie kaufen. Auf Fleischprodukten muss ersichtlich sein, welche Form von Tierhaltung und Fütterung sich dahinter verbirgt. Nur eine klare Haltungs-Kennzeichnung auf dem Produkt kann eine Wahlfreiheit gewährleisten.

Diese Transparenz fehlt bisher, wenn es nicht Bio- oder Neulandfleisch ist. Deshalb hat Greenpeace einen Einkaufsratgeber erstellt – er verrät, was hinter welchem Label steckt. Am besten aber ist es, weniger Fleisch zu essen – nicht nur fürs eigene Wohlbefinden, sondern auch für Umwelt, Klima und Gesundheit.

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