Stoppt Fischereimonster

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Am Freitag, den 21.11 haben wir in der Innenstadt auf die Überfischung der Meere aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Stoppt Fischereimonster“ wurden industrielle Fangmethoden in Form besonders schädlicher Großfangschiffe angeprangert.

Innerhalb der EU wurden 20 solcher Schiffe durch Greenpeace identifiziert, die in Ihren Auswirkungen auf die Fischbestände besonders verheerend sind und damit auch vielen lokalen Kleinfischern die Existenz zerstören. Zwei dieser Schiffe sind unter deutscher Flagge unterwegs, darunter auch das am höchsten subventionierte Schiff der europäischen Fangflotte, die Helen Mary.

Um auf diese Überkapazitäten und die unfairen Fangmethoden aufmerksam zu machen, hatten wir Protestkarten vor Ort, die viele Passanten unterzeichneten. Die Karten werden im nachher an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weitergeleitet. Darüber hinaus ließen sich einzelne Personen mit Protestschildern, wie „Überfischung betrifft auch mich“ oder „Stopp Monster-Boats“ fotografieren. Die Bilder werden zentral gesammelt und dann in Form eines Mosaiks als Ausdruck des Protests der EU-Kommission präsentiert. Wer wenig Zeit hatte der bekam einen Greenpeace Fischratgeber, den die Göttinger dankend annahmen. Hier werden nicht nachhaltig gefangene Fischarten und Gebiete gekennzeichnet. Neben der „reinen“ Überfischung ist insbesondere der immense Beifang, der nach wie vor mit im Netz landet ein großes Problem. Bei niedrigen Temperaturen und durch die Kälter eher zurückhaltenden Fußgänger, konnten wir viele Fakten weitergeben und einige Leute dazu bringen, sich aktiv für den Meeresschutz einzusetzen.

Fischbestände kurz vorm Aussterben

Bereits ca. 90% der weltweiten Fischbestände sind heute überfischt oder über die Grenzen ausgebeutet. Der Profit bleibt dabei jedoch nur bei einigen großen Anteilseignern hängen, von etwa 3,2 Millionen Fischereischiffen auf der ganzen Welt wird gerade einmal durch 2% dieser Schiffe mehr Fisch gefangen, als durch alle anderen Schiffe zusammen. Es handelt sich dabei um Großschiffe mit einer Länge bis zu 144 m, deren Betreiber mit teils dubiosen Methoden wie Flaggenwechseln, Tarnfirmen, weit verzweigten Firmennetzwerken und durch die Nutzung von Steueroasen ihren Profit noch erhöhen. Es werden außerdem persönliche Kontakte zu Politikern missbraucht, um maximale Fangquoten und Subventionen zu erreichen.

 

Weiterführende Links

www.greenpeace.de/fairfischen

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