Schieß den Müll ausm Meer

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Letzten Samstag waren wir in der Göttinger Innenstand und habe Passanten in der Fußgängerzone über das Thema Mikroplastik in Kosmetika informiert. Bereits vor einigen Wochen konnten Interessierte sich über die Problematik von winzig kleinen Plastikteilchen in Kosmetik- und Hygieneprodukten bei uns informieren. Vor Ort konnten selbsterstellte Rezepte, wie Lippenstift, Deo oder Handcreme ausprobiert werde. Auch diesmal sind uns einige Rezeptpostkarten gegen Ende ausgegangen. Insbesondere die Bodylotion war sehr beliebt bei den Menschen in der Innenstadt - Ein voller Erfolg. Als große Besonderheit hatten wir Greenpeace-Urgestein Rien Achterberg zu Gast der mit seiner offenen Art die GöttingerInnen mitgenommen hat und für den Schutz der Meere begeistern. Die kleine Attraktion des Aktionsstandes war "Schieß den Müll aus dem Meer!", insbesonderen die jüngeren Passanten hatten viel Spaß dabei die Löcher in der Torwand zu treffen und damit an den Angeln befestigte Plastikflaschen in die Höhe schnellen zu lassen.

Mirkoplastik in Kosmetik

Mikroplastik sind sehr kleine Plastikteilchen unter fünf Millimeter, die nicht nur durch Verschleiß von Plastikmüll entstehen. Vielen Kosmetik- und Hygieneprodukten sind beisplw. als Schleifmittel Mikroplastik zugesetzt. Es wird in fast allen Drogerieprodukten verwendet von Peelings bis zu Zahnpasta und Bodylotions. Durch den täglichen Gebrauch der Produkte gelangen große Mengen an Kunststoffen über die Abflüsse in die Flüsse und Ozeane, denn Kläranlagen ist es nicht möglich solch kleine Partikel heraus zu filtern. Das eingeleitete Plastik nehmen Fische und Weichtiere fälschlicher Weise als Nahrung auf, sie verhungern dann häufig mit vollem Magen. An der Oberfläche der Kunststoffe haftende Chemikalien (z.B. Pestizide) belasten die Ökosysteme zusätzlich. Über die Nahrungskette gelangen diese Schadstoffe dann auch bei uns auf dem Teller - Wer will das schon?

Es gibt plastikfreie Alternativen für Kosmetik- und Hygieneprodukte, die häufig auch kostengünstig sind. Beim Einkauf lässt sich Mikroplastik vermeiden, so sind manche Produkte mit der Aufschrift "ohne Silikone" und "ohne Zusatz von Mineralöl" gekennzeichnet. Hinter welcher Abkürzung Plastik im Kleingedruckten der Zutatenliste steckt lässt sich in unserem kleine Einkaufsratgeber nachschlagen. Unser Tipp schaut wo ihr im Alltag Plastik sparen oder vermeiden könnt. Ein plastikfreier Einkauf schont häufig nicht nur den Geldbeutel, es trägt entscheidend zur Gesundheit der Flüsse und Ozeane bei.
 

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