Radeln für den Arktisschutz

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Am vergangenen Samstag, den vierten Oktober, fanden in 33 Ländern weltweit Fahrrad-Demos zum Schutz der Heimat der Eisbären, der Arktis, statt. In Kassel traten circa 100 Leute für den Schutz des Nordpols in die Pedale.

Der sogenannte „Ice Ride“ fand in 157 Städten in 33 Ländern statt. Allein in Deutschland haben sich in über 30 Städte etwa 3200 Menschen an den Fahrraddemos beteiligt und so ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. Sie alle fordern die Einrichtung eines Schutzgebietes in der Hohen Arktis, damit diese vor Ölbohrungen durch Unternehmen wie Shell oder Gazprom und vor industrieller Fischerei geschützt wird. Die Arktis ist eines der letzten unberührten Gebiete unserer Erde. Durch das immer schnellere Abschmelzen des Eises drängt die Industrie mit immer größerem Druck weiter in diese Region vor. Die dort lagernden Bodenschätze, das Öl und noch relativ große Fischbestände wecken das Interesse großer Konzerne. Doch die Arktis ist auch ein einzigartiger Lebensraum und für das Weltklima von besonderer Bedeutung – quasi ein Kühlschrank für die Erde. Dies darf nicht aufs Spiel gesetzt werden und der Geld-Gier einiger weniger geopfert werden!

 

Die Aktion in Kassel war ein voller Erfolg. So berichteten die lokalen Medien sowohl im Vorfeld als auch nach der Aktion ausführlich über die Forderungen von Greenpeace. Zu Beginn wurden erstmal alle Fahrräder im passenden Arktis-Look geschmückt, damit das Anliegen Unterwegs für Passanten auch gut erkennbar ist. Dann ging es los: Start war eine Shell-Tankstelle, Zwischenstation vor einer Firma, die zu 100% Eigentum von Gazprom ist, und ab in die Innenstadt. Dank schönstem Wetter waren dort auch viele Menschen unterwegs, die direkt Zuschauer der Fahrraddemo wurden und sich bei der Abschlusskundgebung noch genauer Informieren konnten. Für die Teilnehmer endete der Tag mit guter Live-Musik und Keksen in Eisbärform. 

 

Wer es bis dahin noch nicht getan hatte, konnte am Infostand auch die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis unterschreiben. Über sechs Millionen Menschen weltweit haben dies schon getan.

 

Während beim Ice Ride auf Drahteseln für den Lebensraum von Eisbär und Walross gekämpft wird, gibt es auch Unterstützung von höchster politischer Ebene: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon nahm kürzlich die bisher gesammelten Unterschriften der Petition entgegen und kündigte ein internationales Gipfeltreffen zur Arktis an.

In den letzten 30 Jahren sind bereits drei Viertel der Nordpol-Eisdecke geschmolzen und neben CO2-Emissionen und Klimawandel bedrohen jetzt auch die Ölbohrungen den arktischen Lebensraum. Mit der „Arktis-Deklaration“ sprechen sich zahlreiche Prominente gegen diese Ausbeutung der Natur aus. Neben Paul McCartney unterstützen unter anderem Desmond Tutu und Marina Silva ein Schutzgebiet.

 

Sei auch DU Teil dieser Bewegung und setze dich für den Schutz des weißen Paradies ein.

 

Weiterführende Links

www.savethearctic.org

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