Klimaschutztage Göttingen

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Die steigende Produktion von Fleisch trägt zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit bei: vom globalen Klimawandel bis zur Verschmutzung unseres Trinkwassers. Wir haben die Gelegenheit der Klimaschutztage in Göttingen vom 21. November bis 1. Dezember genutzt und eine Infotafel mit einem Riesenschwein aus Pappmaché gebastelt, wo sich Passant*innen in aller Ruhe über Fleischkonsum und seine Folgen informieren konnten.

Hintergrund: was sind die größten Probleme der heutigen Fleischproduktion?

Die Tierhaltung in Deutschland produziert zahlreiche Umweltprobleme: Die Tiere stoßen Treibhausgase aus, die das Klima gefährden, Ammoniak aus den Fäkalien schadet der menschlichen Gesundheit, Dünger (Gülle) belastet Böden und Gewässer und verunreinigt unser Trinkwasser. Der immense Flächenbedarf für die Erzeugung von Futtermitteln wie Soja geht auf Kosten wertvollen Regenwaldes. Die schlechte Haltung macht die Tiere krank. Der massive Einsatz von Antibiotika führt zur Bildung resistenter Keime – ein zunehmendes Problem für die Humanmedizin.

Die Tierhaltung ist weltweit für rund 14,5 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Grund sind auch die importierten Futtermittel, für deren Anbau in Südamerika artenreiche Urwaldgebiete zerstört werden. Die Haltung der Tiere und der Anbau von Futtermitteln beanspruchen rund 80 Prozent aller Weide- und Ackerflächen der Welt. Gleichzeitig haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen.

Wie sollte eine bewusste Ernährung aussehen?

Eine bewusste Ernährung bedeutet in erster Linie, sich zu informieren, woher die Lebensmittel stammen: Bevorzugen Sie saisonale Produkte aus der Region – am besten in Bio-Qualität. Denn die ökologische Landwirtschaft setzt keine chemisch-synthetischen Pestizide ein, auch die Tierhaltung ist besser als bei konventionellen Betrieben. Weniger Fleisch, dafür aus besserer Tierhaltung, sorgt für weniger Tierleid, ist gut für die Gesundheit und entlastet die Umwelt.

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