Auf'en Wort mit Rien Achterberg

Media

Am Montag Abend haben wir einen Vortrag zur aktuellen Amazonas-Kampagne im ZHG gehalten. Besonderer Gast war dabei Rien Achterberg, der die Greenpeace-Ortsgruppe Göttingen grade für ein paar Tage besucht. Rien hat die Anfänge von Greenpeace als Schiffskoch miterlebt und viel von seinen Erlebnissen als heute Ehrenamtlicher und früher Vollzeit-Umweltschützer zu erzählen.

Rien Achterberg war als Koch Besatzungsmitglied der ersten und zweiten Rainbow Warrior und auf anderen Greenpeace -Schiffen stets hautnah bei vielen Aktionen dabei. Einige der erlebten Geschichte konnte er mit den Besuchern teilen und sie inspirieren.
"Ich bin nur ein einfacher Koch. Doch ich habe gelernt, mit einer kleinen Gruppe von Leuten könne wir große Dinge bewirken. Safety Antarctica. Es war eine kleine Gruppe und wir haben gewonnen." so Rien Achterberg.

Im Anschluss an den Vortrag gab es noch eine offene und inspirierende Diskussion mit Rien über die Möglichkeiten, die mensch hat wirklich etwas zu verändern.
Die interessierten Besicher lauschten und diskutierten noch lange mit Rien über aktuelle Themen, wie politisches Engagement, Konsumwende, Energiewende, Klimaschutz und Krieg.

Staudämme gefährden den Amazonas

Anlass für seinen Vortrag war die aktuelle Amazonas-Kampagne. In Brasilien wird der weltweit-größte Regenwald durch den geplanten Bau von vierzig Staudämmen am Tapajós-Fluss bedroht. Schon durch den ersten der Saudämme würden 2.200 qkm Wald überflutet. Eine große Niederlage für den Klimaschutz, da gerade die tropischen Wälder des Amazonas als wichtige CO2-Senke und Klima-Stabilisator fungieren. Der überflutet Wald würde zudem verotten und weitere Tonnen an Methan in die Atmosphäre freisetzen. Zudem beherbergen die Regenwälder die weltweit größte Artenvielfalt - Ein Schatz, den es zu schützen gilt.
Nicht nur seltene Tiere und Pflanzen würden ihren Lebensraum verlieren. Das Amazonasgebiet beherbergt viele indigene Naturvölker, die nur unzureichend von der brasilianischen Regierung vor der Vertreibung geschützt wird. Eines dieser Völker, sind die Munduruku - gemeinsam mit Greenpeace protestieren sie gegen die geplanten Staudämme im Tapajós-Tal. Die vermeintlich erneuerbare Energie " Wasserkraft" ist, wenn sie durch die Zerstörung des Urwäldern ermöglicht wird, eine soziale und ökologische Katastrophe. Das Problem aus dem Zentrum des Amazonas wird der Wald durch den Aufbau von Infrastruktur und durch die Überfluttung großer Flächen kontinuierlich zerstört.

Wir fordern von der brasilianischen Regierung einen Stopp von Staudämmen im Amazonasgebiet und eine Anerkennung des Territoriums der Munduruku. Von Siemens fordern wir einen Stopp der Unterstützung von Staudammprojekten im Amazonasgebiet.
Auch ihr könnt die Munduruku und das bedrohte Herz des Amazonas schützen: Werdet Teil einer virtuellen Menschenkette um das Gebiet der Munduruku.
 

Publikationen

Weiterführende Links

Rettet das Herz des Amazonas

Tags